… passt sich an jede Gegebenheit an

Ich hatte das Gefühl, sie ist großartig, eine großartige Anführerin [Angela Merkel]. Aber ich finde, sie hat einen äußerst katastrophalen Fehler gemacht, und zwar, all diese Illegalen ins Land zu lassen. (…) Und niemand weiß, wo sie überhaupt herkommen. Ihr werdet es herausfinden, davon habt ihr einen deutlichen Eindruck bekommen [gemeint ist der Anschlag in Berlin]. (Donald Trump, Februar 2017)

Bad News are good news. Eine Omnipräsenz, also ständig in der Öffentlichkeit stehen, ist dem kleinen Populisten sehr wichtig. Es ist auch egal, worum es geht, wichtig ist, dass sein Name genannt wird. Frau Wehling, eine Professorin aus Berkeley, sagt, dass der kleine Populist ständig „Nebelkerzen“ zündet. Zum Beispiel sagt der kleine Populist „alternative Fakten“. Das ist neu. Und darum berichten alle über dieses Wort und wo es gefallen ist. Worum es eigentlich geht, ist dabei nicht so wichtig oder sogar noch schlimmer: Entscheidungen, die im Hintergrund getroffen werden, bekommen nicht die Aufmerksamkeit, die sie bekommen sollten.

Die Medien und die Mediennutzer_innen sollten sich nicht in die Defensive drängen lassen. Sie sollten ihre Meinungen und Werte laut gegen den kleinen Populisten sagen. Das heißt auch, dass nicht immer reflexhaft alle Wörter und Aussagen vom kleinen Populisten aufgenommen werden sollten. Das aber widerspricht ein bisschen dem Bedarf nach „Klickzahlen“ und der „Empörungsgeilheit“ vieler Menschen. Sie denken: ‚Woah, das hat der echt gesagt?‘ Und dann fühlen sich die Medien verpflichtet, das schnell wiederzugeben. Nur leider hat damit der kleine Populist immer alle hinter sich, alle laufen seinen Aussagen hinterher.