… ist nicht an wirklichen Lösungen interessiert

Wir werden eine Mauer bauen. (Donald Trump am 8.11.2016)

Politische Prozesse und auch das Zusammenleben an sich sind in einer globalen, vernetzten Welt eben komplex und schwierig. Wenn nun Arbeitsplätze in Amerika beispielsweise fehlen, und das damit begründet wird, dass „zu viele Mexikaner“ in Amerika leben, dann ist das eine falsche und verkürzte Aussage. Daraus dann abzuleiten, dass eine Mauer helfen würde, bedeutet, dass man nicht an einer wirklichen Lösung interessiert ist. Die wirkliche Lösung würde nämlich daraus bestehen, mehr Arbeitsplätze zur Verfügung zu haben.

Wenn der kleine Populist immer sagt, Politik ist eigentlich ganz einfach, der kleine Populist müsse das nur machen, dann handelt er auch so, dass die ganze Welt ganz einfach ist. Er trifft dann vielleicht einfache Entscheidungen, wie zum Beispiel eine Mauer zwischen Mexiko und den USA zu bauen.
Dass es damit der Wirtschaft in den USA aber nicht besser gehen wird und somit auch den Menschen nicht, leugnet der kleine Populist.

Man/frau muss sich – auch wenn es vielleicht anstrengend ist – informieren, was die wirklichen Gründe sind. Meistens gibt es vielschichtige und komplexe Gründe für ein Problem – und daraus resultiert, dass eine wirkliche Lösung eben komplexer ist. Es kommt auch vor, dass man/frau gar nicht alle Zusammenhänge versteht – das macht aber auch nichts. Es lohnt sich in jedem Fall, Probleme aus mehreren Blickwinkeln zu betrachten. Dabei hilft es, mehrere Medien zu lesen.