… sagt endlich die „Wahrheit“

Liebe Vertreter der Pinocchio-Presse! (Frauke Petry, AFD Parteitag in Hannover 2015, huffingtonpost)

 

Wer aber „Lügenpresse“ schreit, will nicht bloß seine Meinung auch in den Medien sehen, da ist sie längst. Sondern ausschließlich seine Meinung. (Sascha Lobo, November 2016 im Spiegel)

Mit dem Begriff „Lügenpresse“ oder auch „Pinocchio-Presse“ verbindet der kleine Populist eine einseitige und unvollständige Berichterstattung. Insbesondere hat er dabei überregionale Qualitätszeitungen und die öffentlich-rechtlichen Medien im Visier. Oft nutzt der kleine Populist den Begriff der „Lügenpresse“ auch im Zusammenhang mit der „Systempresse“. Er wirft dabei den Medien vor, von der Regierung abhängig und „gleichgeschaltet“ zu sein. Medien gelten für ihn als Forum der politischen Eliten und er behandelt sie mit Misstrauen bzw. lehnt sie insgesamt ab.
Mit dem Vorwurf der „Lügenpresse“ leugnet er die Existenz einer freien Presse, unterstellt eine bewusste Falschdarstellung und spricht der Presse ab, sich in der Berichterstattung an der Wahrheit zu orientieren.

In den sozialen Netzwerken wird mit Fake News und bewussten Falschmeldungen immer wieder versucht, Meinungen von Leuten zu beeinflussen. Checke gegen, von wem eine Nachricht verfasst wurde und welche Motive dahinter stecken könnten.

Mit dem Pressekodex haben die Medien sich eine freiwillige Selbstverpflichtung auferlegt, an der sich die Journalisten in ihrer Berichterstattung und Arbeit orientieren. In 16 Ziffern sind Richtlinien für die journalistische Arbeit festgelegt.